Energieberatung

Informationen zu Anbietern von wirksamen Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und Energieeinsparung sowie ihren Angeboten (§ 4 Abs. 1 und 2 Energiedienstleistungsgesetz) finden Sie auf einer bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) öffentlich geführten Anbieterliste unter www.bfee-online.de.


Energiespar - Tipps für zu Hause

Kochen & Backen

Spülen & Waschen

Kühlen & Einfrieren

Heizen & Lüften

Duschen

Allgemeines

Kochen und Backen

  • Stimmen Durchmesser von Topf- oder Pfannenboden mit der Herdplatte überein, wird die Wärme optimal übertragen. Sie verschenken 30% der eingesetzten Energie, wenn Sie einen Topf mit einem Durchmesser von 15 cm auf einer 18 cm Kochplatte erhitzen.
  • Achten Sie auf ebene Topf- oder Pfannenböden.
  • Schließen Sie Kochtopf und Pfanne stets mit einem passenden Deckel.
  • Kochen Sie Kartoffeln und Gemüse auf einer Kochplatte mit mittlerer Größe, so reicht eine Tasse Wasser.
  • Nach dem Ankochen bei voller Leistung rechtzeitig auf die erforderliche Dauertemperatur zurückschalten.
  • Stellen Sie Elektro-Kochplatten vor Ende der Garzeit ab. Die Restwärme hält einige Minuten vor.
  • Topfgucken kostet Energie - den Deckel so lange wie möglich auf dem Topf lassen.
  • Nutzen Sie Ihren Backofen voll aus. Bei Ober- und Unterhitze können Sie auf einer Ebene gleichzeitig zwei Kuchen unterbringen. Bei Betrieb mit Umluft mehrere Ebenen belegen.
  • Backofen nur in Ausnahmefällen vorheizen.
  • Was für den Topfdeckel gilt, ist für die Backofentür recht - beim Backen, Braten und Grillen möglichst selten öffnen.
  • Bei langer Back- und Bratdauer Nachwärme nutzen - reicht für fünf bis zehn Minuten.
  • Kaffeekochen mit der Kaffeemaschine ist billiger. Das Wasserkochen auf dem Herd macht den Muntermacher etwa 50% teurer.
  • Wer die Frühstückseier im Topf kocht, braucht 50% mehr Energie als der Nutzer eines elektrischen Eierkochers.
  • Frittieren ist in der Friteuse bis zu 25% sparsamer als auf dem Elektroherd.
  • Der Toaster mit Brötchenaufsatz spart beim Aufbacken von Brötchen gegenüber dem Backofen bis zu 70%.
  • Zum Erwärmen und Garen von Portionen bis zu 400 g benötigt die Mikrowelle weniger Strom als die Kochplatte.
  • Kurzgebratenes in der Pfanne brutzeln, mit Bräunungsgeschirr im Mikrowellengerät wird es teurer. Das Spezialgeschirr muss acht bis zehn Minuten bei voller Leistung aufgeheizt werden.              

Spülen und Waschen

  • Geschirrspüler immer voll beladen. Beim Strom- und Wasserverbrauch macht es keinen Unterschied, ob die Maschine halb oder voll beladen ist.
  • Kaltes oder warmes Vorspülen von Hand ist überflüssig.
  • Für weniger verschmutztes Geschirr reicht das Kurz- oder Sparprogramm aus. Ersparnis gegenüber dem Normalprogramm etwa 20%.
  • Vorwäsche ist nur bei stark verschmutzten Textilien nötig.
  • Temperaturen senken - für normal verschmutzte Kochwäsche "Energiesparprogramm" oder 60°C wählen.
  • Waschen Sie erst, wenn die Maschine voll ist. Das Fassungsvermögen bezieht sich auf Koch- und Buntwaschprogramme. Bei Feinwäsche 1,5 bis 2 kg Trommelfüllung.
  • Müssen Sie mal kleinere Mengen separat waschen, dann "1/2-Programm". Aber - zweimal "1/2-Programm" verbraucht mehr Strom und Wasser als einmal Normalprogramm.
  • Bevor Sie die gesamte Waschmaschinenfüllung in den Trockner geben, gut schleudern! Modelle mit 1.600 Umdrehungen pro Minute schleudern bis zu zehn Prozent mehr Wasser aus den Textilien als Geräte mit 1.200 Touren. Das spart Energie und Zeit beim anschließenden Trocknen.
  • Geben Sie die gesamte Waschmaschinenfüllung in den Trockner. Zweimal die halbe Menge kostet etwa 30% mehr Strom.
  • Den richtigen Trocknungsgrad wählen! Wäsche, die nur bügelfeucht zu sein braucht, vorzeitig herausnehmen.
  • Säubern Sie nach jedem Trocknen den Luftfilter. Sonst verlängern sich die Trocknungszeiten.

Kühlen und Einfrieren

  • Am wenigsten Strom brauchen Gefriergeräte in ungeheizten, gut belüfteten Räumen (Keller).
  • Kühl- und Gefriergeräte nicht neben Herd oder Heizung stellen und vor Sonneneinstrahlung schützen.
  • Halten Sie die Lüftungsgitter bei Stand- und Unterbaugeräten frei, damit die Abwärme rasch abgeführt wird.
  • Überprüfen Sie die Lagertemperaturen - im Kühlschrank reichen 7°C, im Gefriergerät -18 °C.
  • Nur abgekühlte und zugedeckte Lebensmittel in den Kühlschrank stellen. Nur abgekühlte und richtig verpackte Lebensmittel einfrieren. Das vermeidet Reifbildung im Kühl- oder Gefrierschrank.
  • Gute Übersicht in den Kühl- und Gefriergeräten schaffen - lange Suchen bei geöffneter Tür kostet Energie und Geld.
  • Beschädigte Türdichtungen sofort auswechseln.
  • In der Gebrauchsanweisung des Gefriergerätes steht, welche Mengen Sie auf einmal einfrieren können. Super-Schaltung nur einstellen, wenn Sie sehr große Mengen einfrieren.
  • Am sparsamsten arbeitet eine Gefriertruhe, die zu 70% gefüllt ist. Einige Gefriertruhen haben für halbe Füllung eine Sparschaltung.
  • Regelmäßiges Abtauen spart Geld und Energie.
  • Bevor Sie in den Urlaub fahren, stellen Sie Ihren Kühlschrank auf die kleinste Stufe oder schalten Sie ihn aus. Im zweiten Fall muss die Tür geöffnet bleiben, sonst droht Schimmelbildung.

Heizen und Lüften

  • Heizkörper sollten frei stehen, damit sie ihre Wärme ungehindert an den Raum abgeben können.
  • Nachts die Temperatur absenken, den Raum aber nicht völlig auskühlen lassen.
  • Geschlossene Roll- und Fensterläden, auch Vorhänge, die das Fenster, aber nicht den Heizkörper verdecken, halten Kälte sowie Zugluft ab und verhindern ein schnelles Entweichen der Wärme.
  • Fenster und Türfugen abdichten. Auf diese Weise kann man bis zu fünf Prozent Heizenergie sparen.
  • Richtig lüften - die Fenster kurze Zeit weit öffnen und dabei die Thermostatventile herunterregeln. Dauerhaft gekippte Fenster lassen viel Wärme hinaus, aber nur wenig Frischluft herein.

Duschen

  • Duschen statt baden - für ein Vollbad (140- 180 l) wird etwa dreimal soviel Energie benötigt wie für eine fünfminütige Dusche.
  • Tropfende Wasserhähne sofort reparieren. Nur zehn Tropfen pro Minute ergeben monatlich 170 l verschwendetes Wasser.

Allgemeines

  • Eine Energiesparlampe mit 20 Watt elektrischer Leistung liefert die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühbirne mit 100 Watt. Verwenden Sie Energiesparlampen dort, wo sie mindestens zwei Stunden leuchten. Häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer. Oder steigen Sie auf die modernen LED-Leuchtmittel um. Die Vielfalt wird immer größer und der Energieverbrauch ist nochmals kleiner.
  • Alte Farbfernsehgeräte bei nächster Gelegenheit austauschen. Moderne TV´s kommen mit 80% weniger Strom aus.
  • Bei älteren Fernsehgeräten verbraucht die ständige Betriebsbereitschaft (Stand-by-Betrieb) pro Jahr etwa 150 Kilowattstunden Strom. Bei neueren Geräten ist es weit weniger.