Preisbremsen, Umsatzsteuer, CO2-Preis  – Was wir wissen und was wir nicht wissen

Stand: 04.01.2024


Was wir wissen:

  • Preisbremsen
    Wie durch den Einspardruck zu erwarten war, laufen die Energiepreisbremsen (Strom-, Gas-, Wärmepreisbremse) entsprechend der geltenden Rechtslage zum 31.12.2023 aus und werden nicht verlängert.
  • CO2- Preis
    Entlang der ursprünglichen und bis zur Energiekrise gesetzlich verankerten Entwicklung des Preispfads im nationalen Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wird der Preispfad angepasst. Der BEHG-Preis je Tonne CO2 steigt somit in 2024 auf 45 EUR  (statt eines geplanten Anstiegs von 30 auf 40 EUR) und in 2025 auf 55 EUR  (statt 45 EUR).
  • Netzentgelte Strom
    Die Übertragungsnetzbetreiber Strom (Fernleitung zum Transport über große Entfernungen- die oberste Stromnetzebene) hatten Ihre Netzentgelte mit einem Bundeszuschuß von 5,5 Mrd. EUR kalkuliert. Dieser Zuschuss erfolgt nun nicht. Damit haben sich die Netzentgelte auch in den von uns versorgten Netzgebieten erhöht. Die Erhöhung wird von uns derzeit nicht an die Haushalts- und Kleingewerbekunden (Standardlastprofilkunden) weitergegeben.
  • Erhöhung der Umlage nach § 19 StromNEV
    Der Entfall des Bundeszuschusses für die Übertragunsnetzbetreiber hat auch Auswirkungen auf die staatlich veranlasste Umlage nach § 19 StromNEV, diese wurde kurz vor dem Jahreswechsel um 0,24 ct/kWh erhöht. Auch diese Erhöhung wird von uns derzeit nicht an die Haushalts- und Kleingewerbekunden weitergegeben.

Was wir nicht wissen:

  • Umsatzsteuer
    Der Bundestag hat am 17.11.2023 beschlossen, dass der ermäßigte Steuersatz für die Lieferung von Erdgas und von Wärme statt wie vorgesehen bis zum 31.03.2024 nur noch bis zum 29.02.2024 gelten soll. Der Bundesrat hat diesem Gesetz am 24.11.2023 nicht zugestimmt und den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen. Dieser hat hierzu bislang noch nicht getagt bzw. keinen Termin bestimmt.
    Im Ergebnis gilt daher ab 01.01.2024 der ermäßigte Steuersatz für die Lieferung von Gas und von Wärme weiter und zwar längstens bis zum 31.03.2024, soweit zuvor keine andere Entscheidung getroffen wird.