FAQ  zur Umsatzsteuersenkung

(im allg. Sprachgebrauch auch Mehrwertsteuersenkung)

 

Frage: Muss der Kunde aktiv werden, um von der Umsatzsteuersenkung zu profitieren?

Antwort: Kunden müssen nicht aktiv werden. Die Umsatzsteuersenkung wird von uns vollständig weitergegeben und in der Jahresabschlussrechnung berücksichtigt. Die Kunden profitieren also in jedem Fall von der Ersparnis und müssen nicht aktiv auf Ihren Anbieter zugehen.

 

Frage: Wieviel sparen Strom- bzw. Gaskunden?

Antwort: Bei einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 2.500 kWh Strom / 15.000 kWh Gas im Jahr beträgt die monatliche Einsparung aufgrund der temporären Umsatzsteuerreduzierung bei Strom etwa 1,50 Euro pro Monat, bei Gas etwa 2,00 Euro pro Monat.

 

Frage: Wie sind die Abschlagszahlungen betroffen?

Antwort: Grundsätzlich wird die USt.-Senkung bei der Jahresendabrechnung berücksichtigt. Eine Anpassung der Abschlagszahlungen ist deshalb nicht notwendig.

 

Frage: Werden Kunden in der Grundversorgung und Kunden mit Sonderkundenverträgen bei der Weitergabe der Umsatzsteuersenkung unterschiedlich behandelt?

Antwort: Nein, die Umsatzsteuersenkung wird an alle Kunden vollständig weitergegeben, unabhängig von ihrem Vertrag.

 

Frage: Gibt es Probleme, die Umsatzsteuersenkung rechtzeitig weiterzugeben?

Antwort: Nein, die Kunden profitieren in jedem Fall von der Senkung der Umsatzsteuer. Denn in der Energiewirtschaft werden die in Anspruch genommenen Leistungen in der Regel über einen Zeitraum von zwölf Monaten abgerechnet. Die Umsatzsteuersenkung für das zweite Halbjahr 2020 wird somit in der Jahresabschlussrechnung berücksichtigt und kann damit von uns vollständig weitergegeben werden. Wir bitten dabei um Verständnis, wenn es zu geringfügigen Verzögerungen bei der Rechnungsstellung kommen sollte. Die ist der hohen Kurzfristigkeit bei der Einführung des Gesetzes geschuldet, die eine rechtzeitige Umstellung der Rechnungslegung nicht mehr ermöglicht. Die Entlastung der Kunden wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt.

 

Frage: Die Rechnung wurde nach Inkrafttreten der Umsatzsteuersenkung zugestellt. Trotzdem ist der Umsatzsteuersatz von 19 % aufgeführt. Ist die Rechnung falsch?

Antwort: Entscheidend für die Berücksichtigung des temporär reduzierten Umsatzsteuersatzes ist die sogenannte Leistungserbringung. Diese ist bei Lieferungen über längere Zeiträume, als der Zeitpunkt definiert, für den der Endzählerstand zur Abrechnung ermittelt wurde. In dem geschilderten Fall dürfte sich die Rechnung daher auf den Zeitraum vor dem 1. Juli 2020 beziehen, zu dem der Umsatzsteuersatz von 19 Prozent gegolten hat. Das heißt: Für Ihre folgende Abschlussrechnung wird dann entsprechend für Verbräuche in dem Zeitraum zwischen 01.07.2020 und 31.12. 2020 der geminderte Umsatzsteuersatz von 16 Prozent berücksichtigt.

 

Frage: Es wurde keine Ablesung durchgeführt. Wie kann ich sichergehen, dass wirklich mein Verbrauch in dem Zeitraum vom 01.07. bis 31.12. 2020 berücksichtigt wurde?

Antwort: Eine konkrete Ablesung ist natürlich immer die sicherste Methode, den genauen Zählerstand zu erfassen. Allerdings ist es oft nicht möglich, zu einem bestimmten Zeitpunkt den Zähler abzulesen. In diesem Fall wird der Verbrauch auf Basis der vorliegenden abgelesenen oder geschätzten Werte dem zu berücksichtigenden Zeitraums zugeordnet. In der Rechnung für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 wird dann der gesenkte Umsatzsteuersatz von 16 Prozent berücksichtigt.

 

Frage: Ist die Zuordnung auf Basis von geschätzten Werten nicht willkürlich?

Antwort: Eine Schätzung des Verbrauches ist gesetzlich erlaubt und erfolgt nicht willkürlich. Sie beruht auf vorgegebenen gesetzlichen Regularien. Mögliche Abweichungen von abgelesenen Werten sind gering und fallen bei einer Änderung der Umsatzsteuer um 3 % oder 2 % nicht ins Gewicht.

 

Frage: Warum zahle ich weiterhin meinen üblichen Abschlag?

Antwort: Die Abschlagszahlung ist eine über das Jahr verteilte Vorauszahlung für die Jahresrechnung und wird auf Basis des Verbrauches des letzten Jahres kalkuliert. In der Regel ist die Abschlagszahlung so kalkuliert, das mit der Jahresrechnung nur geringe Nach- oder Rückzahlungen erforderlich werden. Für einen Haushalt mit einem beispielhaften Stromverbrauch von 2.500 kWh  im Jahr beträgt die Einsparung für den Zeitraum vom 01.07. bis 31.12. 2020 je nach Vertrag etwa 1,50 Euro pro Monat, die in der Jahresrechnung berücksichtigt wird.

 

Frage: Ändern sich jetzt alle Preise für die Energielieferung?

Antwort: Die Nettopreise (ohne MWSt.) bleiben gleich. Wir werden jedoch unsere Bruttopreise (mit MwSt.), d.h. das was der Kunde letztlich zahlt, in unseren Preisblättern mit einem Hinweis versehen, dass für den Zeitraum vom 01.07. bis 31.12. 2020 ein verminderter Umsatzsteuersatz gilt.

01/07/2020